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Aktuell

Forschung an Teilnachlass der Architekten und Designer Kálmán und Laszlo Lengyel.
 


Kálmán Lengyel, Entwurf für ein Waren-Hochhaus, in: UHU, 1928, Heft 9.
 


Haynal Lengyel-Pataky, Das Neue Möbel, Ausschnitt mit Liege von Kálmán Lengyel, Berlin 1929/30.
 

Die Bröhan Design Foundation forscht zu Leben und Werk des Architekten und Designers Kálmán Lengyel. Lengyel ist bekannt als Partner der gemeinsam mit Marcel Breuer 1927 in Berlin gegründeten, frühesten Stahlrohrmöbel-Fabrikation Standard-Möbel. Darüber hinaus sind bisher nur wenige Informationen über den gebürtigen Ungarn überliefert.

Kálmán Lengyel wurde am 18.7.1900 in Szeged geboren, er lebte in Berlin, Paris und Budapest. Er entstammt einer großbürgerlichen, jüdischen Familie, die seit Generationen mit der Möbelfabrikation verbunden war. Das väterliche Unternehmen erhielt Auszeichnungen auf der Pariser Weltausstellung. In den 1920er Jahren verfolgte Lengyel in Berlin verschiedene architektonische Projekte und gründete nach Standard-Möbel sein eigenes Möbelunternehmen Ka-Le-Möbel. Er arbeitete als Innenarchitekt in Paris und baute in Szeged und Budapest. Sein Stil verknüpft dabei konsequent Klarheit und Wohnlichkeit im Sinne einer angewandten Moderne. 1944 wurde Kálmán Lengyel in Budapest ermordet.

Die Bröhan Design Foundation unternimmt den Versuch, diesen bedeutenden Entwerfer in seiner Verbindung zum Bauhaus und zur modernen Architektur vorzustellen und sein Werk als Möbeldesigner und Innenarchitekt in einer Publikation und einer Ausstellung zu dokumentieren.

Im Umkreis von Kálmán Lengyel sind dabei weitere Personen von Interesse: Marcel Breuer als Designer und Geschäftspartner, Anton Lorenz, der kurzzeitig als Geschäftsführer von Standard-Möbel fungierte; seine Ehefrau Hajnal Lengyel-Pataky entwarf Werbematerial für die beiden Möbelunternehmen. Kálmáns Bruder Laszlo arbeitete ebenfalls als Architekt und Designer und war später im Umfeld der Pariser Surrealisten als Maler und Autor aktiv. Seine Frau war die Fotografin und Schriftstellerin Ilse Schneider-Lengyel, in deren Haus im Allgäu die Gruppe 47 gegründet wurde.

 

 

Forschung am Nachlass des Grafikdesigners Wilhelm Deffke seit 2010.

Ausstellung
Corporate Design: Der Logopionier Wilhelm Deffke (1887–1950)
28. September 2013 bis 16. Februar 2014.
Deutsches Plakat Museum im Museum Folkwang, Essen.

 

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Publikation einer umfangreichen Monografie über Wilhelm Deffke als deutsche und englische Edition.
388 Seiten, 484 farbige und 120 sw Abbildungen.
Gebunden mit Schutzumschlag. Gestaltet von Alessio Leonardi.
Mit Beiträgen von Gerda Breuer, Torsten Bröhan, Ute Brüning, Peter Nils Dorén, Norbert Eisold, Susanne Engelhard, René Grohnert, Roland Jaeger, Christoph Janik, Karin Lelonek, Julia Meer, Christopher Oestereich, Burkhard Sülzen.


Bröhan Design Foundation (Hrsg.):
Wilhelm Deffke – Pionier des modernen Logos.
Scheidegger & Spiess, Zürich 2013.
Hier k├Ânnen Sie einige Abbildungen finden (externe Link).


Bröhan Design Foundation (ed.):
Wilhelm Deffke – pioneer of the modern logo.
Scheidegger & Spiess, Zurich 2014.

 

Leihgaben für die Ausstellung „maramm – Magdeburg. Reklame- und Ausstellungsstadt der Moderne“,
1. Juni – 11. Dezember 2016, im Forum Gestaltung e.V., Magdeburg.

Leihgaben für die Ausstellung „Große Pläne“,
4. Mai 2016 – 6. Januar 2017, Stiftung Bauhaus Dessau.

Leihgaben für die Ausstellung „Reformstadt der Moderne. Magdeburg in den Zwanzigern“
8. März – 16. Juni 2019, Kulturhistorisches Museum Magdeburg.

Leihgaben für die Ausstellung „Druckkunst 1919. Das Bauhaus und seine Vorläufer im grafischen Gewerbe“
30. Juni – 27. Oktober 2019, Museum für Druckkunst Leipzig.